DBT-Selbsthilfegruppe Karlsruhe
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Die 5 Module

Im Bereich der Achtsamkeit fließen viele Aspekte des Zen-Buddhismus ein. Hierbei geht es um eine achtsame Wahrnehmung, welche Gefühle und Situationen betrifft, aber auch die Umgebungen beinhaltet, die wahrgenommen und beschrieben werden sollten, ohne dabei bewertet zu werden. Ziel dabei ist es, konzentriert und wirkungsvoll teilzunehmen, aber dabei immer noch die Kontrolle zu behalten. Ein weites Ziel ist mit sich und seiner Umgebung im Einklang zu sein und sich selbst zu spüren, ohne durch starke Emotionen oder Gedanken überflutet und abgelenkt zu werden. In diesem Modul werden die sogenannten Skills (Fertigkeiten) eingeführt, die dazu dienen, Anspannungszustände zu senken. Skills speziell auf die Achtsamkeit bezogen, bedeuten mit Hilfe der 5 Sinne (hören, schmecken, fühlen, riechen, sehen) die Wahrnehmung nach außen zu richten. Beispiele hierfür wären: sich auf Geräusche in der Umgebung zu konzentrieren, wie auf Vogelgezwitscher, an einer Duftkerze riechen, die Blätter im Baum beobachten, den Wind im Gewicht spüren, in eine Zitrone beißen usw. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

 

 

Im Bereich Umgang mit Gefühlen geht es vordergründig darum, Gefühle wahrnehmen, sie beschreiben und konkret benennen zu lernen. Dabei ist es wichtig herauszufinden, welche Gefühle angemessen sind und weshalb es dann auch gut sein kann, angemessen danach zu handeln und welche Gefühle unangemessen sind und in welchen Situationen man dann besser entgegengesetzt handelt. Dies stellt gerade für Borderline Betroffene ein sehr komplexes Problem dar, welches immer wieder überprüft werden muss.
Vor einer Veränderung steht allerdings immer der Schritt der radikalen Akzeptanz. Das heißt nicht, dass man die Situation gut heißen muss, sondern nur, dass man sie erst akzeptieren muss, bevor man sie verändern kann. Wichtig ist, sich klar zu machen, dass Gefühle durch unsere Gedanken und unser Handeln beeinflussbar sind. Dabei kann folgender Satz helfen:
Ich bin nicht das Gefühl – ich habe ein Gefühl.

 

 

Im Modul zwischenmenschliche Fertigkeiten geht es vor allem darum, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, sie in angemessener Form äußern zu können, sie durchsetzen zu können und sich gegen andere abgrenzen zu können. Dabei ist eine Aufgabe, sich bewusst klar zu machen, welches Ziel erreicht werden sollte. Ist der Selbstwert, die zwischenmenschliche Beziehung oder mein zu erreichendes Ziel am wichtigsten?
In diesem Modul geht es auch viel darum herauszufinden und zu üben, in welchen Fällen es wichtiger ist auf seine eigene Meinung zu beharren und wo es sinnvoller ist nachzugeben. Beziehungen sollen geknüpft und aufrechterhalten werden, was Borderline Betroffenen oftmals schwer fällt. Es soll gelernt werden sich dabei selbst zu vertrauen und sich selbst, aber auch den anderen zu respektieren.

 

 

Stresstoleranz spielt besonders in Krisensituationen und bei einer sehr hohen Anspannung eine Rolle. Bei einer Scala im Wert von 0-10 sagt man, dass ab einem Wert von 7 nur noch Stresstoleranzskills greifen, da die Anspannung so hoch ist, dass sich der Betroffene z.B. auf Achtsamkeitsübungen gar nicht mehr konzentrieren kann. In diesem Modul soll vor allem herausgefunden werden, was für Skills (Fertigkeiten) für den einzelnen Betroffen in solch einer hohen Anspannungssituation noch greifen. Ziel ist es, die Anspannung zu senken, Gefühle und Gedankenkreise zu unterbrechen, um so schädigenden Verhaltensweisen vorzubeugen und diese zu vermeiden. Viele Skills in diesem Bereich haben einen hohen sensorischen Reiz (zum Beispiel eine Chilischote essen oder ein Coolpack auf den Arm legen) oder etwas mit "sich spüren" zu tun (z.B. lange joggen gehen, einen Igelball auf dem Arm hin und her rollen usw.)

 

 

Das Modul Selbstwert dient zur Stärkung des Selbstwertes, des Selbstvertrauens und der Selbstakzeptanz. Es geht darum, einen liebevollen Umgang mit sich selbst zu erlangen und zumindest eine Art "Waffenstillstand" mit sich selbst zu schließen. Fairness sich selbst gegenüber, Selbstregulation und Selbstkontrolle spielen dabei eine große Rolle. Es geht u.a. auch darum sich die positiven Aspekte seiner selbst und des Lebens bewusst zu machen und nicht nur einen negativen Blickwinkel auf die Dinge und die eigene Persönlichkeit zu haben, wie es bei vielen Borderline-Betroffenen oftmals der Fall ist.

    

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man schönes bauen

Nächstes Treffen:

17.09.2019

von 18.30 - 20.00 Uhr

 

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